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Mittwoch, 18. Februar 2015

Traum zwischen Öl, Blech und Sprit

Typenoffenheit, Solidität und das gewisse Extra
von Heiko Wruck
BERICHT
Schwerin/gc. Autos sind Roland Gonswas Leidenschaft. „Das war eigentlich schon immer so“, sagt der Schweriner Unternehmer. So ist es kein Wunder, dass er sich mit einem eigenen Unternehmen in die Selbstständigkeit wagte.

1997 hatte Gonswa seine Firma, die Roland Automobile gegründet. Heute beschäftigt er sechs Mitarbeiter, bildet einen Lehrling aus und betriebt sein Geschäft auf über 6.500 Quadratmetern Betriebsfläche in Schwerin-Görries, Rogahner Straße 66 d. Dabei war der Anfang der Firmengeschichte deutlich kleiner. 

Zum ersten Mal präsentierte Roland Gonswa eine kleine Anzahl von Gebrauchtfahrzeugen auf einer sehr kleinen angemieteten Fläche im Ziegeleiweg. Verkauft wurde damals aus einem Verkaufscontainer. „Heute geht so was gar nicht mehr. Die Zeiten von Vorgarten-Firmen und Betrieben auf der sprichwörtlichen grünen Wiese sind längst vorbei. Aber der Anfang war damals gemacht, der Weg zur heutigen Unternehmensgröße funktionierte nur mit konsequent guter Leistung und viel Service“, sagt Gonswa.

Rein äußerlich war dem Betrieb seine Erfolgsgeschichte damals noch nicht anzusehen, aber die Weichen waren gestellt. „Ich habe mir mit meinem Unternehmen einen Lebenstraum erfüllt“, sagt der Unternehmer. So kam es, dass Roland Gonswa 1999 den Betrieb deutlich vergrößerte. 1999 wechselte die Roland Automobile nach Görries. Für Roland Gonswa war es immer wichtig, typenoffen zu bleiben und sich nicht an einen Hersteller zu binden. 

Der Erfolg gab ihm recht, was sich auch in der Vergrößerung seines Personalstamms verdeutlicht. Ab 2006 präsentierte sich die Roland Automobile auf einer Fläche von 2500 Quadratmetern mit einem noch breiten Sortiment aller Fahrzeugklassen und Typen in völlig neuem Gewand. Moderne Verkaufsräume und eine angeschlossene Werkstatt mit insgesamt 300 Quadratmetern ermöglichten von da an einen gehobenen, umfassenden Kundenservice. 2009 kamen weitere 4000 Quadratmeter Firmengelände dazu. Darauf entstand eine großzügig ausgestattete typenoffene Werkstatt mit einem Arbeitsbereich von 600 Quadratmetern. Parallel wuchs auch der Personalstamm. Der Ausstellungsraum und die Ausstellungsflächen um den Firmensitz sind heute prall gefüllt mit allen möglichen Fahrzeugmodellen.

Trotz seiner heutigen Firmengröße von über 6.500 Quadratmetern liegt das Unternehmen noch immer relativ versteckt zwischen anderen Betrieben. Ortsunkundige müssen den Straßenstich der Rogahner Straße bei A.T.U bis zum Ende durch fahren. „Da werden wir uns noch was einfallen lassen“, verspricht Roland Gonswa.

„Das gewisse Extra sind für mich Oldtimer-Restaurierungen“, sagt der fünfundvierzigjährige Kfz-Meister. »Da wird automobile Geschichte richtig lebendig.“ So erwartet der leidenschaftliche Autoschrauber dieser Tage ein amerikanisches Schmuckstück aus den 1930er Jahren, »das in jedem Gangster-Film zu sehen ist: einen echten  Chevrolet Business Master Coupé. „Den werden wir wieder richtig aufbauen.“

Bildunterschrift:
Roland Gonswa – Oldtimer-Restaurationen sind was Besonderes: „Mir ist wichtig, dass mein Unternehmen typenoffen bleibt. Meine Leidenschaft gilt Autos generell, nicht einzelnen Marken“. Foto: Heiko Wruck

Kontakt:
heiko.wruck@t-online.de
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