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Montag, 30. November 2015

Ein Licht für dich und mich

Wittenburg setzt ein Zeichen für Mitmenschlichkeit 
von Heiko Wruck
BERICHT
Wittenburg/gc. Am 1. Dezember 2015 treffen sich um 18 Uhr an der Weihnachtstanne auf dem Wittenburger Marktplatz Menschen, die miteinander ins Gespräch kommen wollen – ins Gespräch über ethische Werte. Sie wollen Menschen begegnen, die auf der Flucht sind oder waren. Sie wollen sich mit Bürgern austauschen, die die Stadt Wittenburg und die Gesellschaft weltoffen und bunt sehen wollen.


Und sie werden eine Lichterkette entzünden, die sie durch die Stadt bis zum katholischen Gemeindezentrum in der Dreilützower Chaussee führen. Dort wird gekocht und gemeinsam gegessen, geredet, gelacht, musiziert und einander kennen gelernt.

„Hierzu sind alle Wittenburger, aber auch ausdrücklich alle anderen Menschen eingeladen, denen eine offene, pluralistische Gesellschaft wichtig ist und die dafür stehen, dass Deutschland Flüchtlingen Schutz und Obdach gibt. Und selbstverständlich sind auch Flüchtlinge sowie Migranten, die bereits dauerhaft in Deutschland leben, herzlich eingeladen“, sagt Wittenburgs Bürgermeisterin Dr. Margret Seemann.

Die Veranstaltung „Ein Licht für dich und mich“ auf dem Wittenburger Marktplatz wird am 1. Dezember 2015 die dritte im Rahmen des „lebendigen Adventskalender“ sein. Bis kurz vor Weihnachten treffen sich fast jeden Abend Menschen zum „lebendigen Adventskalender“ in Privathäusern, Unternehmen, kirchlichen Einrichtungen oder in der Stadtverwaltung, um gemeinsam in adventlicher Tradition zu musizieren, zu reden und sich neu zu finden.

Martin Waack, Pastor der Evangelischen Sankt-Bartholomäus-Gemeinde in Wittenburg erklärt: „Wir führen diesen ,lebendigen Adventskalender’ in diesem Jahr bereits zum zehnten Mal durch. Die Termine dafür sind in einem Veranstaltungskalender zusammengefasst, der in der Wittenburger Stadtverwaltung und in zahlreichen Wittenburger Geschäften sowie in der katholischen und in der evangelischen Gemeinde zu haben ist. Die zirka dreißigminütigen abendlichen Treffen, die meistens gegen 18 Uhr beginnen, werden immer von den Gastgebern ohne eine Themenvorgabe gestaltet. So bleiben die Veranstaltungen abwechslungsreich, spannend und immer überraschend.“

In diesen religions- und konfessionsübergreifenden Begegnungen kann es durchaus passieren, dass gegrillt, gebacken oder gekocht, gemeinsam gesungen oder musiziert wird. In jedem Fall aber begegnen sich die Menschen in der besonderen Atmosphäre des Advents und tauschen sich aus.

„Besonders im Advent sollten wir uns bewusst machen, dass wir in Deutschland in einem sehr sicheren und wohlhabenden Land leben. Andere Menschen jedoch, die aus ihrer Heimat flüchten mussten und in Deutschland sowie auch in Wittenburg Schutz und Obdach gefunden haben, brauchen mehr als ,nur’ ein Dach und Essen. Sie brauchen menschliche Wärme und soziale Kontakte. Die Veranstaltung im Rahmen des ,lebendigen Adventskalenders’ am 1. Dezember 2015 soll ein Zeichen für Frieden und Toleranz setzen.Kommen auch Sie um 18 Uhr auf den Wittenburger Marktplatz“, lädt Walter Heckmann, Mitarbeiter der katholischen Kirche in Wittenburg, ein.

Bildunterschrift:
Walter Heckmann, Dr. Margret Seemann, Martin Waack: Wittenburg will ein deutliches Zeichen setzen für Weltoffenheit, Pluralismus, Mitmenschlichkeit und Toleranz. Es ist wichtig, sich über kulturelle und religiöse Grenzen hinweg auszutauschen. Durch gemeinsames Handeln kann ein Klima geschaffen werden indem Zivilcourage gelebt und Humanismus praktiziert wird. Foto: Heiko Wruck 

Kontakt:
heiko.wruck@t-online.de
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