Samstag, 13. Mai 2017

Tage der Industriekultur am Wasser

In der Metropolregion Hamburg viel zu entdecken
Redaktion: Landkreis Ludwigslust-Parchim
PRESSEMITTEILUNG
Parchim/gc. Mit 380 Veranstaltungen in 131 Denkmalen an 68 Orten geht das erfolgreiche Kulturprojekt der Metropolregion Hamburg in die vierte Runde. Hafenanlagen, Schleusen und Schiffe, Leucht- und Wassertürme, Brücken und Mühlen, Fabriken und Kraftwerke geben am 17. und 18. Juni 2017 Einblicke in die Welt der Industriekultur am Wasser.


Alle zwei Jahre stellen die Tage der Industriekultur am Wasser Denkmale der Industriegeschichte in der Metropolregion Hamburg vor, die oftmals der Öffentlichkeit unbekannt geblieben sind. Das verbindende Element ist die Technik, die Wasser nutzt, Wasser beherrscht und am Wasser liegt. Für alle Kultur-, Geschichts- und Technikinteressierten, genauso wie für Aktive und Familien ist bei den 380 Veranstaltungen etwas dabei. Davon haben sich 2015 rund 18.000 Besucher überzeugt. Führungen und Vorführungen, Besichtigungen und „Denkmale in Aktion“ erklären die historische Technik und Arbeitswelt. Das Angebot ist so vielfältig wie die teilnehmenden Industrieanlagen. Am 11. Mai 2017 wurde das diesjährige Programm in Schwerin im denkmalgeschützten Getreidespeicher am Ziegelsee aus dem Jahre 1939 vorgestellt. Als Teil des historischen Hafens gehört er zur Keimzelle des ersten Industriegebietes der Stadt. Hier wird an beiden Tagen der Historische Verein Schwerin e.V. an der Promenade mit Schautafeln und Informationsmaterial über die Geschichte des Hafens, der Hafenbahn und einzelner Betriebe in dem ehemaligen Industriegebiet Auskunft geben. Die Schleifmühle am Faulen See in Schwerin zählt zu den wenigen historischen Anlagen, in denen mit Wasserkraft große Natursteine gesägt und geschliffen wurden. Hier werden am 17. und 18. Juni 2017 von 10 bis 17 Uhr öffentliche Führungen zur Geschichte der Schleifmühle angeboten. Außerdem können Besucher  in der Schauanlage die  Gesteinsbearbeitung von Natursteinen live miterleben.


„Das industriekulturelle Potenzial Schwerins ist größer als viele glauben. Tonangebend für seine Zeit waren auch das E-Werk am Pfaffenteich, die Fokker-Werke oder unser Fernsehturm. Deshalb wollen wir ab Juni als zweite Stadt der Metropolregion eine regionale Route der Industriekultur anbieten“, kündigte Schwerins Oberbürgermeister Rico Badenschier bei der Programmvorstellung an

Ihre Premiere bei den Tagen der Industriekultur in Mecklenburg-Vorpommern feiern diesmal die 1916 erbaute Hübbrücke in Plau am See, die mit ihrer Hubhöhe von 1,86 m die höchste Mecklenburgs ist; die Schleuse in Lübz und die Papierfabrik Neu Kaliß von 1871. Spannende Geschichten werden bei den Rundgängen über das Gelände der Fabrik zu hören sein. War das Qualitätspapier aus Kaliß doch so gefragt, dass es sogar nach Dänemark, Schweden, England und in die USA exportiert wurde. Zum ersten Mal mit dabei sind auch die 170 Jahre alte Stadtwassermühle an der Wakenitz in Lübeck und der Seegrenzschlachthof, der als solcher als einziger in Deutschland noch erhalten ist.


Hinzugekommen ist das Salzmuseum in Lüneburg in der alten Saline, in dem sich alles um das „weiße Gold“ dreht. In Winsen neu dabei sind der Hafen Stöckte und die Schiffswerft August Eckhoff. Hier führt der Schiffbaumeister durch den Hafen und erklärt die Arbeit auf der Werft. Das Hamburger Speicherstadtmuseum veranschaulicht die Arbeit der Quartiersleute in einem Lagerhaus und natürlich werden Rundgänge durchs Hamburgs Welterbe - die Speicherstadt, angeboten. Die Fahrten und Besichtigungen der zahlreichen historischen Fracht- und Arbeitsschiffe werden erneut ein Höhepunkt sein. Das Hamburger Feuerlöschboot »Repsold« bietet Mini-Hafenrundfahrten an. Der mehr als hundert Jahre alte Dampfeisbrecher „Elbe“ fährt zwischen Geesthacht und Lauenburg

In Glückstadt lässt sich das Wriggen erlernen. Auf der anderen Seite der Elbe im Freiburger Hafen gibt es erstmalig Fahrten auf einem historischen Pfahlewer. Neu dabei sind auch die Viermastbark Passat in Travemünde, ebenso wie die Elbfähre Glückstadt/Wischhafen. Das Programm zu allen 131 Orten der Industriegeschichte in der Metropolregion Hamburg liegt bei den Teilnehmern und in den Tourismusinformationen der Metropolregion aus. Auf der Website www.tagederindustriekultur.de finden sich weitere Details zur Industriegeschichte und den Denkmalen. Hier kann das Programm und der Katalog bestellt werden, der Anfang Juni 2017 erscheint.

Bildunterschrift 1:
Hubbrücke in Plau : Ihre Premiere bei den Tagen der Industriekultur in Mecklenburg-Vorpommern feiert diesmal die 1916 erbaute Hubbrücke in Plau am See, die mit ihrer Hubhöhe von 1,86 Metern die höchste Mecklenburgs ist. Foto: Heiko Wruck

Bildunterschrift 2:
Die Elde kann entweder an der sogenannten Hühnerleiter (Brücke bei der Schleuse), der historischen Hubbrücke oder an der Neuen Brücke von der Umgehungsstraße (B 103) am Jachthafen überquert werden. Foto: Heiko Wruck

Bildunterschrift 3:
Auch die Drehbrücke hinter dem Schweriner Schloss ist an beiden Tagen in Aktion zu erleben: Das noch funktionstüchtige technische Denkmal, das Schiffen einst die Passage zum Burgsee ermöglichte, öffnet sich am 17. Juni 2017 um 15 Uhr und am 18. Juni 2017 um 11, 13 und 15 Uhr. Foto: Heiko Wruck

Aussender:
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