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Mittwoch, 7. Februar 2018

Und, Hände gewaschen?

Datenschutz hat auch noch eine ganze andere Seite
von Heiko Wruck
BERICHT
Schwerin/gc. Das Bewegungsprofil eines Menschen kann zeigen, wie lange der Toilettengang dauerte und ob die Hände danach gewaschen wurden. Datenerhebungen der Uni Rostock zur Folge tun dies Damen weniger als Herren – weil sie nichts anfassen?


Doch dies war nicht der Kern der Frage, die Thomas Mundt von der Uni Rostock am 30. Januar 2018 in der Vortragsveranstaltung zur IT-Sicherheit bei der ATI Westmecklung im Technologiezentrum Schwerin behandelt hat. Ihm war die Aufgabe gestellt worden zu erfahren, wie die IT-Gebäudetechnik von außen angreifbar sei. Das Toilettenverhalten war nur ein harmloser Aspekt.

Zwei weitere Referenten zum Thema Datenschutz waren Murdoc Bates und Michael Milz vom Hackspace Schwerin e.V. Auch sie plädierten für eine stärkere Sensibilisierung in Sachen Datenschutz. Sowohl Mundt als auch Bates und Milz stellten den rund 70 Hörern klar: Datensicherheit ist nie fertig. Es geht nicht nur um Wirtschafts- oder Forschungsspionage.


Es genügen eine Rufschädigung oder nicht nutzbare Gebäude und Anlagen – zum Beispiel durch fremd verriegelte Türen. Wie das funktionieren kann, wurde während des Vortrages per Livehacking anhand der Manipulation der Bedienung einer Industrieanlage den Teilnehmern sehr anschaulich vorgeführt.

Bildunterschrift 1:
Thomas Mundt: Gebäudetechnik, die heute eingebaut wird, hat oft einen Sicherheitsstand von vor 15 Jahren und eine Lebensdauer von bis zu 40 Jahren. Ein Sicherheits-Update reicht nicht. Foto: Heiko Wruck

Bildunterschrift 2:
Murdoc Bates, Michael Milz: Das Hauptproblem in Sachen Datenschutz sind die Mitarbeiter. Private Cloudservices, USM-Speicher und mangelndes Sicherheitsbewusstsein sind Einfallstore für Hacker. Foto: Heiko Wruck

Kontakt:
Heiko.Wruck@t-online.de
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