Mittwoch, 15. März 2017

Lohn der Mühe

von Heiko Wruck
GLOSSE
Die Landesregierung Mecklenburg-Vorpommerns will das Mutterkreuz wieder einführen, diesmal hoch dotiert. Hintergrund sind die niedrigen Geburtenzahlen.


So wurden in der gesamten Europäischen Union im Jahr 2015 gerade einmal 5,103 Millionen Geburten registriert – bei 508.290.000 Einwohnern. Von den Mitgliedstaaten verzeichnete Frankreich mit 799.700 nach wie vor die höchste Geburtenzahl, vor dem Vereinigten Königreich (776.700) und Deutschland (737.600). Mecklenburg-Vorpommerns Anteil lag 2015 bei lediglich 13.298. Immer noch besser als 1994. Da hatte das Bundesland nur 8.934 Geburten zu melden. Kein Vergleich zu 1990 mit damals 23.503 Geburten.

Das Landes-Mutterkreuz soll bereits im Jahr 2018 eingeführt und mit einer Finanzspritze gekoppelt werden.  Demnach wird es für das erste Kind einmalig 8.750 Euro geben. Gleichzeitig erhält die Gebärende einen lebenslangen Rentenbonus als Festbetrag in Höhe von 340 Euro pro Monat. Beim zweiten sind es dann 10.275 Euro plus 649 Euro Zusatzrente. Und beim dritten Kind bekommt die Mutter einmalig 12.343 Euro plus 925 Euro Rentenbonus. Die Gegenfinanzierung soll über die Enteignung Kinderloser erfolgen. Das Mutterkreuzgesetz muss noch eine Hürde überwinden: die EU-Kommission für Demografie.

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