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Montag, 12. März 2012

Brasilien kämpft um seinen Wald

Waldgesetz spaltet Regierung - Entscheidung vertagt
Redaktion: WWF Deutschland
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Pressemitteilung
Berlin/gc. Die Entscheidung über eine Reform des brasilianischen Waldgesetzes ist verschoben (Stand 7. März 2012).

„Es besteht Hoffnung, dass die Proteste im In- und Ausland gegen das geplante Kahlschlagsgesetz Wirkung zeigen“, so Roberto Maldonado, Lateinamerika Referent beim WWF Deutschland.

Die Regierungsparteien sind sich offenbar uneinig über die Ausgestaltung des neuen Forstgesetzes.  Das Unterhaus soll jetzt am Dienstag, 13. März 2012, über das umstrittene Gesetzeswerk abstimmen. Der WWF und ein breites gesellschaftliches Bündnis wollen den Widerstand gegen die geplante Reform aufrechterhalten. „Der nächste Dienstag darf nicht zu einem schwarzen Tag für den Regenwald werden“, so Maldonado.

In Brasilien kämpft das Comite Brasil, ein breites Bündnis aus Nichtregierungsorganisationen, wissenschaftlichen Einrichtungen, Landarbeitern und politischen Gruppen gegen die Reform. Für heute (7. März 2012) haben mehr als 200 Gruppen zu einer Demonstration in Brasilia aufgerufen.

Sie fordern die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff auf, das Gesetz per Veto zu verhindern. „Keine der derzeit diskutierten Versionen nützt Brasilien“, unterstreicht  Maria Cecilia Wey de Britio, Geschäftsführerin des WWF Brasilien. Deshalb müsse der Gesetzentwurf  möglichst umgehend komplett vom Tisch.

Einziger Nutznießer der Reform wäre die Agrarindustrie. Insbesondere die Großgrundbesitzer treiben die Novellierung des Forstgesetzes voran. Ihr Ziel ist es, illegale Abholzungen im Nachhinein zu legalisieren. Dadurch könnten sie sich von der Verpflichtung befreien  44 Millionen Hektar illegal abgeholzten Wald wieder aufzuforsten.

Aussender:
WWF Deutschland
Jörn Ehlers
Leiter der Pressestelle Berlin
Tel.: 030 311777-422
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