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Mittwoch, 3. September 2014

Die Gemeinschaft zählt

UV Westmecklenburg setzt auf Solidität
von Heiko Wruck
BERICHT
Ludwigslust/gc. Rund 100 Mitglieder sind im Unternehmerverband Westmecklenburg (UV) freiwillig vereinigt. Sie beschäftigen zirka 3.000 Mitarbeiter und bilden über 200 junge Leute aus. Der Ludwigsluster Unternehmer Wolfgang Reiner Hildesheim erklärt als Präsident die Prioritäten des Unternehmerverbandes.

Es gibt größere Vereinigungen als den UV Westmecklenburg. Ist das ein Problem?
Im Gegenteil, nur für unsere Region – den Altkreis Ludwigslust oder Westmecklenburg – wollen wir wirken. Wir sehen uns als freiwilliger, unabhängiger, parteienübergreifender Zusammenschluss von Unternehmen, Insitutionen und Einzelpersonen. In Westmecklenburg gibt es genug Herausforderungen. Hier zählt allein das Engagement vor Ort.

Was ist für den Unternehmerverband wichtig?
Westmeckleburg ist Teil der Metropolregion Hamburg. Das bedeutet, wir sind ein gemeinsamer Arbeitsmarkt,  ein gemeinsamer Wirtschaftsraum. Wir brauchen eine gemeinsame Infrastruktur und eine gemeinsame Stimme. Nachhaltigkeit im Mitgliederbestand, solide Lösungen bei der Wirtschaftsentwicklung und langfristige Perspektiven für unsere Kommunen sind uns wichtiger als politischer Lärm und zahlende, aber passive Mitglieder.

Geht’s auch genauer?
Jedes neue Unternehmen ist uns als Mitglied willkommen, aber wir betreiben keine aktive Werbung. Die Fördermitgliedschaften der Kommunen sind wichtig, denn nur gemeinsam mit Unternehmern, Politikern und Kommunalverwaltungen kann sich die Region als Wirtschaftsstandort und (!) als Lebensmittelpunkt entwickeln. Von der A14 versprechen wir uns viel. Gebraucht werden aber auch schnelle S-Bahn-Verbindungen in der Fläche der Metropolregion Hamburg. Und wir müssen uns als Unternehmer gegenseitig stärker vernetzen. Die öffentliche Hand braucht mehr Geld, um Städte und Dörfer zukunftsfähig zu machen. Dafür bedarf es mehr produzierendes Gewerbe in Westmecklenburg. Erst um die Produktionsbetriebe herum bauen sich Zulieferer und Dienstleister zu einer echten Wertschöpfungskette auf. Und erst diese Wertschöpfungskette veranlasst Menschen, sich dauerhaft anzusiedeln und Familien zu gründen. Öffentlicher Nahverkehr, medizinische Einrichtungen, Kitas, Schulen, Kultur- und Freizeitangebote werden dort eigenständig tragfähig, wo die Wirtschaft floriert, die Umwelt wenig belastet wird und Menschen leben. Hier liegt einer unserer Arbeitsschwerpunkte.

Wie wird das umgesetzt?
Es gibt regelmäßige Veranstaltungen zu Themen, die unseren Mitgliedern unter den Nägeln brennen. Dazu laden wir Politiker oder Verwaltungsfachleute  ein. Wir arbeiten mit der Metropolregion und der Wirtschaftsförderungsgesellschaft zusammen. Wir bemühen uns, örtliche Probleme in den Kommunen und Ämtern auf dem „kleinen Dienstweg“ zu lösen. Das hat sich bewährt.

Bildunterschrift:
Wolfgang Reiner Hildesheim, Präsident des Unternehmerverbandes Westmecklenburg: „Wir dürfen nicht polarisieren, sondern müssen integrieren, soll sich die Region nachhaltig entwickeln.“ Foto: Heiko Wruck

Kontakt:
heiko@wruck.org
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