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Dienstag, 23. Januar 2018

Ältere Migranten nicht homogen

Einzelne Gruppe stärker differenzieren
Redaktion: Deutsches Zentrum für Altersfragen
PRESSEMITTEILUNG
Berlin/gc.  In der öffentlichen Diskussion wird oft pauschal von Migranten gesprochen oder es wird lediglich zwischen  Migranten erster und zweiter Generation unterschieden. Um belastbare Ergebnisse zu erhalten, sind jedoch weitere Differenzierungen erforderlich, wie der aktuelle Report Altersdaten „Migrantinnen und Migranten in der zweiten Lebenshälfte“ zeigt.


Der Report bietet Informationen zu Migranten der ersten Generation, also Personen, die selbst nach Deutschland zugewandert sind. Zu dieser sehr heterogenen Gruppe gehören unter anderem ehemalige Arbeitsmigranten aus den früheren Anwerbestaaten sowie (Spät-)Aussiedler. In einer dritten Gruppe werden andere zugewanderte Personen aus Ländern der Europäischen Union und außereuropäischen Ländern ausgewiesen.

Zu den zahlreichen untersuchten Themen gehört der Erwerbsstatus der 40- bis 64-Jährigen. Hier zeigt sich, dass die Erwerbstätigenquote der (Spät-)Aussiedler mit 76 Prozent ähnlich hoch ist wie die der Personen ohne Migrationshintergrund (knapp 75 Prozent). Dagegen ist nur circa jede zweite Person aus der Gruppe der ehemaligen Arbeitsmigranten in dieser späten Erwerbsphase noch erwerbstätig. Bei anderen Migranten der ersten Generation sind es knapp 67 Prozent.

Deutliche Unterschiede zwischen den verschiedenen Migrantengruppen sind auch beim Bildungsniveau und der finanziellen Situation zu beobachten. Untersucht wurden außerdem die Altersstruktur, die regionale Verteilung, Familienstrukturen sowie Gesundheitszustand und Pflegearrangements.

Diese und weitere Ergebnisse zum Thema finden Sie im aktuellen Report Altersdaten „Migrantinnen und Migranten in der zweiten Lebenshälfte“, der zum Download bereit steht unter https://www.dza.de/fileadmin/dza/pdf/Report_Altersdaten_Heft_2_2017.pdf

Der Report basiert auf Daten der amtlichen Statistik, des Deutschen Alterssurveys sowie des Deutschen Freiwilligensurveys. Weitere Forschungsergebnisse aus den vom Deutschen Zentrum für Altersfragen im Auftrag des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend durchgeführten Studien finden Sie unter https://www.dza.de/forschung.html

Weitere Informationen:

Aussender:
Deutsches Zentrum für Altersfragen
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Manfred-von-Richthofen-Straße 2
12101 Berlin

Stefanie Hartmann
Telefon: 030-260 740 25
stefanie.hartmann@dza.de

Sylvia Nagel
Telefon: 030-260 740 73
sylvia.nagel@dza.de
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