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Samstag, 10. März 2018

Historisches Kalenderblatt

10. März 1952: Verpasste deutsche Wiedervereinigung
von Heiko Wruck
BERICHT
Der rote Diktator Josef Wissarionowitsch Stalin (1878 - 1953) hat fast genau ein Jahr vor seinem Tod den westlichen Siegermächten des II. Weltkrieges die Wiederherstellung der deutschen Einheit vorgeschlagen - unter der Bedingung, dass das wiedervereinte Deutschland neutral und demilitarisiert zu bleiben habe und kein NATO-Mitglied werden dürfe.

Mit dem berühmt gewordenen Zitat „Lieber ein halbes Deutschlnad ganz, als ein ganzes Deutschland halb“, lehnte Bundeskanzler Konrad Adenauer die Stalin-Note ab und stetzte die Hallstein-Doktrin durch. Diese Doktrin währte von 1955 bis 1969 und besagte, dass die Aufnahme diplomatischer Beziehungen zur DDR durch Drittstaaten als „unfreundlicher Akt“ gegenüber der Bundesrepublik betrachtet würde.

Aus der Sicht damaliger Militärdoktrin, die auf den Erfahrungen aus dem II. Weltkrieg beruhten, war Stalis Angebot durchaus verständlich - und daher vermutlich auch ernst gemeint. Nach diesen Militärdoktrin und den technischen Möglichkeiten (Vorwarnzeiten) war es für die Sowjetunion von immensem Vorteil, ganz Deutschland als neutrale und demilitarisierte Zone zwischen den Westmächten Frankreich, Großbritannien, USA und der sowjetischen Grenze, inkl.Polen und ČSSR, abzugrenzen.

Hätte Adenauer also der Demilitarisierung, der Neutralität und dem Verzicht auf die deutsche NATO-Zugehörigkeit zugestimmt, hatte die deutsche Wiedervereinigung bereits 1952 Realität werden können.

Kontakt:
Heiko.Wruck@t-online.de
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