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Montag, 20. Juli 2020

Bis in tiefe Schichten knochentrocken

Kaiserwetter und Trockenstress im Nordosten
von Heiko Wruck
BERICHT
Lassahn/gc. Auch wenn dieser Sommer 2020 bislang nicht so heiß ausfällt wie die letzten beiden, die Dürre bleibt. Mecklenburg-Vorpommerns Landwirte müssen immer stärker auf künstliche Bewässerung setzen. Das wird vom Landwirtschaftsministerium Mecklenburg-Vorpommerns millionenschwer gefördert.


Hatten die Bauern im Jahr 2017 noch mit großen Niederschlagsmengen zu kämpfen, so folgten darauf zwei Dürrejahre, deren Auswirkungen sich bis heute zeigen. Drei schlechte Ernten hintereinander waren die Folgen dieser Jahre. Doch dies sind nur die unmittelbar sichtbaren Folgen der Dürrejahre.

„Der Oberboden ist in einer Tiefe von bis zu 25 cm praktisch vollständig ausgetrocknet. Die Flächenanteile, die noch über ausreichend pflanzenverfügbares Wasser im Oberboden verfügen, sind sehr gering und liegen überwiegend in den westlichen Landesteilen. In den tieferen Bodenschichten ist die Situation noch angespannter, pflanzenverfügbares Wasser ist nahezu im ganzen Land extrem knapp“, teilt Mecklenburg-Vorpommerns Landwirtschaftsministerium mit.

Die ausgetrocknete Oberbodentiefe von 25 Zentimetern beschreibt das Problem jedoch nur unzureichend.  Das immer weiter greifende Wasserdefizit lässt sich in weiten Landesteilen bis zu einer Tiefe von 1,8 Meter nachweisen. Der äußerste Osten Mecklenburg-Vorpommerns ist von außergewöhnlichen Dürre am stärksten betroffen. Der Klimawandel ist in Mecklenburg-Vorpommern bereits als Realität angekommen.

Bildunterschrift:
Osten am stärksten betroffen: In Mecklenburg-Vorpommern trocknen die Böden bis in tiefe Schichten in zahlreichen Regionen des Landes völlig aus. Foto (m): Heiko Wruck

Kontakt:
Heiko.Wruck@t-online.de
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