Von Peking bis Lissabon gedacht
... von Heiko Wruck
KOLUMNE
Lassahn/gc. Vier Jahre nach Putins Drei-Tage-Spezialoperation wird der Europäischen Union klar: der verbrecherische Ukrainekrieg Russlands trifft auch die EU mitten ins Herz.
Die USA haben sich hinter den großen Teich verabschiedet. China hält den Partner Putin mit seiner Kriegsunterstützung für eigene Interessen an der kurzen Leine. Und die Hilfswilligen in der Europa-Union sammeln ihre restlichen Reserven, um sie gegen Moskau und gegen die Unwilligen im eigenen Lager in Stellung zu bringen.
Wer hätte 1990 gedacht, dass der Zerfall des sowjetischen Hegemon auch den Verlust seines US-amerikanischen Gegenspielers zur Folge haben wird? Der Ausfall der beiden alten Hegemonen war kein echter Aufbruch in die Freiheit für Europa.
Fällt die Ukraine, entsteht ein gänzlich neuer Spielplatz für einen gänzlich neuen Hegemon. Dessen Interessengebiet könnte sich von Peking über Moskau bis Lissabon spannen. Die Ostflanke einer fast toten NATO wird in diesem Fall keine Rolle mehr spielen. Warum auch?
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