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Sonntag, 15. Dezember 2013

Ich verspreche es

von Heiko Wruck
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GLOSSE
Euer Exellenz, ich habe nichts weiter gemacht. Nur einen kleinen Wunschzettel habe ich geschrieben. Und nun sitze ich im Todestrakt.

Glauben Sie mir bitte, ich liebe Ihr Land und hatte niemals Böses im Sinn. Im Gegenteil! Die Wahrheit, und nichts als die Wahrheit wollte ich verbreiten als ich mich an eine Kontaktperson namens Weihnachtsmann wandte. Allein deswegen standen ein Computer, eine Internet-Flatrate und ein schöner Füllfederhalter auf meinem Wunschzettel. Der Füller wurde mir zum Verhängnis. Angeblich soll ich eine geheime Verschwörung geplant haben, weil ich nicht alle meine Weihnachtswünsche im Internet gespeichert, sondern ganz ordinär auf einen Zettel geschrieben habe.

Ich hätte ja noch meinen Zettel gescannt und dann online gestellt. Ehrlich! Aber dazu kam ich nicht mehr. Ihre Auslandsagenten haben mich kurzerhand mitgenommen als ich mit einem weiteren Zettel in der Hand im Baumarkt unterwegs war. Die Kettensäge, die ich dort kaufen wollte, war auf gar keinen Fall dafür bestimmt, einen terroristischen Anschlag auf Ihr Land oder ein Attentat auf Ihren Präsidenten auszuführen.

Euer Exellenz, ich bitte Sie um eine Begnadigung und verspreche, freiwillig alle meine Daten herauszugeben.

Kontakt:
Heiko@Wruck.org
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