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Montag, 16. Oktober 2017

Veggie-Radikale

von Heiko Wruck
GLOSSE
Unsere Zukunft is(s)t pflanzlich, lautet aktuell ein Dogma, das immer weiter und vor allem zunehmend unreflektiert um sich greift. Dabei sollten wir es besser wissen. Die Vegetarierbewegung ist ganz klar eine deutsche Erfindung aus dem 19. Jahrhundert.

1867 gründete Eduard Baltzer im thüringschen Nordhausen den Deutschen Verein für natürliche Lebensweise. 1892 schloss dieser sich mit dem Hamburger Vegetarierverein zum Deutschen Vegetarierbund zusammen. Der löste sich 1935 auf Druck der Nazis auf, was unverständlich ist, weil der ständig vor sich hin flatulierende Adolf Hilter ebenfalls ein Vegetarier war.

Der Duktus vegetarischer Erbauungslitgeratur ist seit der Religionsstiftung unverändert. Vegetarier haben zu nichtvegetarischen Mitmenschen ein ebenso humorloses Verhältnis wie die Israelis zu den Palästinensern und umgekehrt. Der Fleischkonsum ist die Wurzel allen Übels – bis hin zur privaten Katzen-und Hundehaltung. Herrisch, totalitär und in Lagerleitermanier sollen all jene, die nicht reinen Glaubens sind, zum totalen Verzicht auf sämtliche Fleischeskost umerzogen werden.

Dass den Glaubenskriegern der anze Mist aus Amaranth, Grünkern und Tofu selbst nicht schmeckt, wird chemisch ausgeblendet. Wie ihre Religionsstifter können sie dafür besser ficken und bleiben auch länger wach.

Kontakt:
Heiko.Wruck@t-online.de
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