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Sonntag, 13. Januar 2019

Arbeitsschutz, nö!

von Heiko Wruck
KOMMENTAR
Immer mal wieder wird in den Medien, nicht nur allein in den berühmten und berüchtigten Sozialen Medien, das Klagelied der Arbeitgeber gesungen, dass die Lohnnebenkosten zu hoch seien.


In Zeiten der Vollbeschäftigung hört man dieses Lied seltener, aber wenn sich die Konjuktur abkühlt, der Arbeitsmarkt schwächelt und die Arbeitslosenzahlen wieder in den Himmel wachsen, dann hört man das Lied beinahe täglich. Zu den Kosten, die neben dem eigentlichen Lohn die menschliche Arbeit „unerträglich“ teuer machen, gehören der Posten Arbeitssicherheit/Arbeitsschutz. Gäbe es hier weniger einengende Vorschriften, die so viel Geld pro Arbeitsplatz kosten, dann könnte man ja ganz viele Arbeitnehmer zusätzlich einstellen. Allein mit dem vom sehr übertriebenen Arbeitsschutz gesparten Geld.

Im Jahr 2002 passierten in der gewerblichen Wirtschaft, nach Angaben des Hauptverbandes der gewerblichen Berufsgenossenschaften, insgesamt 1.141.893    meldepflichtige Unfälle. Davon waren 973.540 Arbeitsunfälle und 168.353 waren Wegeunfälle  – und das trotz der strengen deutschen Vorschriften in Sachen Arbeitssicherheit. Gar nicht vorzustellen wie hoch die Summe dews eingesparten Geldes ausfallen würde, müsste  man die Anzahl meldepflichtiger Arbeitsunfälle nicht per Gesetz ausweisen.

Kontakt:
Heiko.Wruck@t-online.de
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