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Dienstag, 26. Februar 2019

Zeckenjahr 2018, knapp 600 FSME-Fälle

Höchste Zeckenaktivität seit 10 Jahren
Redaktion: Universität Hohenheim
PRESSEMITTEILUNG
Stuttgart/gc. Die Risikogebiete verschieben sich, die Zeckenaktivität war höher als jemals zuvor gemessen und Forscher der Universität Hohenheim in Stuttgart entdeckten die neu eingeschleppte tropische Zeckenart Hyalomma: 2018 war ein ereignisreiches Zeckenjahr. Ärzte diagnostizierten zudem deutlich häufiger die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) als in den Vorjahren, die meisten Fälle traten in Baden-Württemberg auf.


Wie Menschen sich gegen FSME, auch Hirnhautentzündung genannt, schützen können, welche neuen Zecken-Hotspots es gibt und wie gefährlich die neue Zeckenart Hyalomma für den Menschen ist, erläuterten  Wissenschaftler bei der Pressekonferenz am Mittwoch, 27. Februar 2019.

Mit den ersten wärmeren Tagen des Jahres kündigt sich nicht nur der Frühling an, auch die Zecken-Aktivität nimmt sichtbar zu. Die kleinen Tierchen befallen Mensch und Tier und können dabei gefährliche Krankheiten übertragen, allen voran die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME).

Tauchte das Virus früher vor allem in bestimmten Gebieten, zum Beispiel in Bayern und Baden-Württemberg auf, warnen Zeckenforscher heute davor, sich auf die sogenannten Risikogebiete zu verlassen. „Mehr als jede fünfte FSME-Erkrankung tritt außerhalb eines bekannten Risikogebiets auf“, weiß Prof. Dr. Ute Mackenstedt, Leiterin des Fachgebiets Parasitologie an der Universität Hohenheim. Daher lautet der Tipp der Expertin, sich impfen zu lassen.

Zwar korreliere die Anzahl der FSME-Fälle nicht zwingend mit der Menge an Zecken, trotzdem beschäftigt die hohe Zeckenaktivität die Forscherinnen und Forscher. „Entscheidend ist, um welche Zecken es sich genau handelt und ob sie Krankheitserreger in sich tragen“, so Prof. Dr. Mackenstedt.

Auf der Pressekonferenz informierten:
● Prof. Dr. Ute Mackenstedt, Lehrstuhl für Parasitologie, Universität Hohenheim
  „Tropische Zeckenart Hyalomma in Deutschland entdeckt: Erkennungsmerkmale
   und Gefahren“
● PD Dr. Gerhard Dobler, Leiter des Nationalen Konsiliarlabors für
   Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME), Institut für Mikrobiologie der Bundeswehr
   „Verbreitung von Zecken und FSME in Deutschland“
● Dr. Rainer Oehme, Landesgesundheitsamt Baden-Württemberg im
   Regierungspräsidium Stuttgart
   „FSME- und Zeckensituation in Baden-Württemberg“

Wissenschaftliche Ansprechpartner:
Prof. Dr. Ute Mackenstedt, Universität Hohenheim, Leiterin des Fachgebiets Parasitologie,
Tel.: 0711 459-22275, Mackenstedt@uni-hohenheim.de

Aussender:
Universität Hohenheim
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Schloss 1
70599 Stuttgart
Text: Dannehl

Florian Klebs
Pressesprecher
Telefon: 0711-4592 2001
Fax: 0711-4592 3289
presse@uni-hohenheim.de

Diplom-Journalistin, Studien-Assessorin
Johanna Lembens-Schiel
stellvertretende Pressesprecherin
Telefon: (0711) 4592 - 3880
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johanna.lembens-schiel@verwaltung.uni-hohenheim.de
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