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Dienstag, 12. März 2019

Ein altvertrautes Bild

Kirche Sankt Bartholomäus fast 800 Jahre in Wittenburg
von Heiko Wruck
BERICHT
Wittenburg/gc. Höhepunkte gab es 2018 viele für die Christen in Wittenburg. Da sind nicht nur die hohen religiösen Feiertage wie Weihnachten, Ostern und Pfingsten. Da waren und sind auch die baulichen Anstrengungen zum Erhalt der Kirche Sankt Bartholomäus in Wittenburg.


„Zum ersten Mal seit den 1830er Jahren konnten wir unsere Kirche wieder wieder vom Hauptportal aus betreten. Das war im Mai, anlässlich der Konfirmation. Die Konfirmanden gingen von der Turmseite in die Kirche, sodass sich der Chorraum bis hin zum Altar vor ihnen öffnete. Das war nach so vielen Jahren schon sehr besonders“, sagt Martin Waack, Pastor in der Evangelisch.-Lutherischen Kirchengemeinde Sankt Bartholomäus in Wittenburg. Im vergangenen Jahr wurde eine Glaswand in die Kirche eingebaut. Damit ist es jetzt möglich, die Kirche tagsüber unbegleitet für Besucher geöffnet zu halten. Montags bis sonntags ist die Kirche, von Andachten, Hochzeiten, Gottesdiensten, Konzerten ... abgesehen, von 9.30 bis 16 Uhr für Besucher geöffnet.


Die Kirche bietet eben nicht nur religiösen Zeremonien Raum. Weiterhin wurden eine kleine Küche sowie eine Toilette eingebaut. Die Küche leistet im Rahmen des Kirchencafès gute Dienste. Auch der alte Mittelgang im Gestühl wurde wieder freigemacht. Der Turm und der Chor wurden teilweise einer Grundsanierung unterzogen. Sie bekamen neue Fenster und eine komplette neue Verfugung. In diesem Jahr sollen die Gewölbe und die Wände im Rahmen einer Innensanierung auf Vordermann gebracht werden. Bis zum Jahresende sollen alle Maßnahmen beendet sein. Bei der Finanzierung sind auch europäische Mittel geflossen. So hat das LEADER-Programm bei der Turmöffnung, bei der Herstellung des Mittelganges, beim Einbau der Küche und des WC sowie der Glaswand in der Südhalle der Kirche unterstützt. Die LEADER-Gruppen sind regional engagierte Bürger, die eben die Verteilung der Mittel auch nach Wittenburg ermöglicht haben. Nicht zu vergessen sind die zahlreichen Stiftungen, die bei der Finanzierung sehr wirksam geholfen haben.


Bildunterschrift 1:
In diesem Jahr hat Pastor Martin Waack sein 20-jähriges Jubiläum in Wittenburg. Circa 1.100 Mitglieder zählt die Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde St. Bartholomäus Wittenburg. Foto: Heiko Wruck

Bildunterschrift 2:
Eine große Bronzeglocke von 1666 wurde von M. Adam Dankwart aus Wismar gegossen und trägt eine Inschrift, die auf den Stadtbrand von 1657 verweist. Es gab noch zwei weitere Bronzeglocken. Eine Glocke wurde eingeschmolzen, die zweite für den Schnitzaltar nach Hagenow gegeben. Um 1950 wurden die beiden Bronzeglocken durch zwei Eisenhartgussglocken der Firma Schilling Apolda ersetzt. Foto: Heiko Wruck

Bildunterschrift 3:
Die Kirche Sankt Bartholomäus Wittenburg wurde vermutlich schon um 1230 geweiht. Der heutige Kirchturm wurde erst 1907/1908 an der Westseite errichtet und hat eine Höhe von 65 Metern. Ein seit Jahrhunderten vertrauter Klang: Die große Glocke im Turmgestühl der Kirche Sankt Bartholomäus in Wittenburg ist bereits seit über 350 Jahren über der Stadt zu hören. Foto: Heiko Wruck

Kontakt:
Heiko.Wruck@t-online.de
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