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Freitag, 25. September 2020

Wohin mit hochradioaktivem Abfall?

Endlagersuche des Bundes in MV
Redaktion: Umweltministerium Mecklenburg-Vorpommern
PRESSEMITTEILUNG
Schwerin/gc. Am kommenden Montag, 28. September 2020, wird die Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) als Vorhabenträgerin für die Endlagersuche des Bundes ihren Zwischenbericht Teilgebiete veröffentlichen.

In dem Zwischenbericht geht es vor allem um geografisch abgegrenzte Teilgebiete, die günstige geologische Voraussetzungen für die sichere und dauerhafte Endlagerung hochradioaktiver Abfälle erwarten lassen.

„Hiervon wird eine noch nicht bekannte und nicht abschätzbare Anzahl von Städten, Gemeinden und Landkreisen auch in Mecklenburg-Vorpommern betroffen sein, weil dort im tieferen Untergrund Tongestein und Steinsalz auftreten, die als sogenannte Wirtsgesteine eine Eignung aufweisen könnten“, schätzt Mecklenburg-Vorpommerns Agrar- und Umweltminister Dr. Backhaus die Lage für Mecklenburg-Vorpommern ein.

Der „Zwischenbericht Teilgebiete“ wird Gegenstand der „Fachkonferenzen Teilgebiete“ sein; die Auftaktveranstaltung findet am 17./18. Oktober 2020 in Kassel statt. Eine Online-Teilnahme ist möglich. Ziel der Fachkonferenz ist die Erstellung einer Stellungnahme zu dem Zwischenbericht. Diese soll an die Bundesgesellschaft für Endlagerung gehen, damit sie diese im weiteren Verfahren berücksichtigt.

Minister Backhaus appelliert an alle interessierten Bürgerinnen und Bürger, aber auch an alle Vertreterinnen und Vertreter der Kommunen aus den betroffenen Gebieten, an Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aller hiesigen Hochschulen und Universitäten sowie an Vertreterinnen und Vertreter gesellschaftlicher Organisationen des Landes, sich frühzeitig mit dem Thema zu beschäftigen und an den Konferenzen teilzunehmen.

„Je mehr Wissen und je mehr Erfahrungen unterschiedlicher Akteure in den Suchprozess eingebracht werden, desto besser kann gewährleistet werden, dass nur wirklich geeignete Gebiete weiter im Verfahren bleiben. Weder dem Bund noch dem Land ist daran gelegen, risikobehaftete Gebiete zu lange im Fokus zu behalten“, ist sich der Minister sicher.

Die Bundesgesellschaft für Endlagerung veröffentlicht den Zwischenbericht Teilgebiete am 28. September 2020 im Internet und übergibt ihn dem Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BASE): https://www.bge.de/de/endlagersuche/zwischenbericht-teilgebiete

Nähere Einzelheiten zu den „Fachkonferenzen Teilgebiete“ werden vom BASE ebenfalls im Internet zur Verfügung gestellt unter: https://www.endlagersuche-infoplattform.de/webs/Endlagersuche/DE/Fachkonferenz/fachkonferenz_node.html

Aussender:
Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt Mecklenburg-Vorpommern
Pressestelle
Paulshöher Weg 1
19061 Schwerin
Pressesprecher
Claus Tantzen
Telefon: 0385-588 6003
Telefax: 0385-588 6022; 0385-588 6024
c.tantzen@lm.mv-regierung.de
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