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Sonntag, 13. August 2006

Der Bamf-Skandal

Ungerechtfertigte Kritik
von Heiko Wruck
#DOSSIER Flüchtlinge
Stand: 5. August 2018
Kämpfer des sogenannten Islamischen Staates überflielen am 3. August 2014 die irakische Stadt Sindschar und begingen dort ein Massaker. Zu Zehntausenden flüchteten die in Sindschar lebenden Jesiden. Nur wenigen gelang die Flucht nach Europa und von denen ein Teil nach Deutschland. Fast auf den Tag genau wurde vier Jahre später der Bremer Bamf-Skandal völlig ungerechtfertigt vom Zaun gebrochen.


Bereits im Frühjahr 2018 wurde behauptet, das Bremer Bamf hätte über 1000, meist jesidische Flüchtlinge, Asylbescheide zu unrecht ausgestellt. Selbst Vorteilsnahme und Bestechung wurde den Bamf-Mitarbeitern unterstellt. Die Bremer Bamf-Chefin verlor deswegen ihren Job. Das hatte ihr Chef, Bundesinnenminister Horst Seehofer veranlasst. Die Linksfraktion im Bundestag hatte eine Anfrage hierzu gestellt. Die Antwort darauf stellte klar, dass die Vorwürfe gegen das Bremer Bamf und seine Chefin haltlos waren. Von den 18000 in Bremen seit dem Jahr 2000 ausgestellten Bescheide mussten gerade einmal 17 revidiert werden. Der sogenannte Skandal hatte die jesidischen Flüchtlinge stark verunsichert, weil sie nun befürchten mussten, ihren Aufenthaltsstatus zu verlieren und wieder in den Irak abgeschoben zu werden. Eine Entschuldigung bei der gechassten Bamf-Chefin hat es nicht gegeben.