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Sonntag, 6. Januar 2013

Bedrohte Lausitzer Dörfer

Braunkohlenutzung schrittweise auslaufen
Redaktion: Grüne Liga Umweltgruppe Cottbus
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Pressemitteilung
Atterwasch/gc. Bereits zum sechsten Mal protestieren heute, 6. Januar 2013, Einwohner bedrohter Brandenburgischen Dörfer Grabko, Kerkwitz und Atterwasch mit einem Sternmarsch gegen neue Braunkohlentagebaue in Brandenburg. Auf einer Wiese zwischen den Dörfern kommen sie zusammen, um gemeinsam den Auftakt der diesjährigen Proteste zu begehen.

„Es gibt keine energiepolitische Notwendigkeit für den drohenden Tagebau. In der Überzeugung, dass der schrittweise Abschied von der Braunkohleverstromung gelingen kann, hat uns im vergangenen Jahr auch das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung mit deutlichen Statements bestärkt. Vattenfall und die Landesregierung in Potsdam müssen aufhören, auf unsere Kosten zu spekulieren“, sagt Silvia Borkenhagen von der Agenda 21 der betroffenen Gemeinde Schenkendöbern.

„Dass der Sternmarsch bereits im sechsten Jahr stattfindet, ist ein beeindruckendes Zeichen für die Kontinuität des Widerstandes in der Region Guben“, so Borkenhagen weiter.

Zu den Teilnehmern der Veranstaltung zählt auch der Ortsvorsteher von Horno, Bernd Siegert. „Der Zusammenhalt der Dorfgemeinschaft ist das Wichtigste in dieser schwierigen Situation“, berichtet er von seinen Erfahrungen im Widerstand gegen den Tagebau.

Zum Sternmarsch riefen die Ortsvorsteher der von Umsiedlung oder Randlage am Tagebau Jänschwalde-Nord bedrohten Dörfer ebenso auf, wie der Arbeitskreis Öffentlichkeitsarbeit und Veranstaltungen der Agenda 21 der Gemeinde Schenkendöbern. 

Der Marsch findet traditionell am ersten Sonntag des Jahres statt. Nach Bekanntwerden der Pläne des Vattenfall-Konzerns und der Potsdamer Landesregierung war er am 6. Januar 2008 erstmals durchgeführt worden.

Der Tagebau Jänschwalde-Nord bedroht die gesamte Gubener Region. Während drei Orte mit etwa 900 Einwohnern umgesiedelt werden sollen, würden Dörfer wie Taubendorf und Groß Gastrose in eine unzumutbare Randlage am Abgrund geraten.

Insgesamt plant Vattenfall fünf neue Tagebaue mit 3200 Umsiedlungen in der Lausitz. Zusätzlich droht der Gubener Region ein weiterer Tagebau auf polnischer Seite der Neiße.

Ansprechpartner:
Silvia Borkenhagen
Agenda 21

René Schuster
Grüne Liga

Aussender:
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Umweltgruppe Cottbus
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