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Sonntag, 8. März 2015

Neue Rote Liste

Brutvögel Mecklenburg-Vorpommerns
Redaktion: Landwirtschaftsministerium Mecklenburg-Vorpommern
PRESSEMITTEILUNG
Schwerin/gc. Bei der aktuell veröffentlichten Roten Liste der Brutvögel Mecklenburg-Vorpommerns handelt es sich nach den Fassungen aus den Jahren 1992 und 2003 um die 3. Fassung einer Roten Liste für diese Artengruppe. Sie basiert im Wesentlichen auf den Ergebnissen der Kartierungen zu dem gesamtdeutschen Projekt ADEBAR (Atlas Deutscher Brutvogelarten).


„Mein Dank richtet sich in diesem Zusammenhang insbesondere an die Ornithologische Arbeitsgemeinschaft MV und die vielen ehrenamtlich tätigen Feldornithologen, ohne die die für eine Bewertung notwendige Datenlage nicht verfügbar wäre“, so Umweltminister Dr. Backhaus.

Von den in der Liste der Brutvögel Mecklenburg-Vorpommerns geführten 229 Vogelarten wurden 212 Arten einer Bewertung zugeführt. Bei den übrigen nicht bewerteten Arten handelt es sich entweder um Neozoen, also Tierarten, die absichtlich oder unabsichtlich durch den Menschen in andere Gebiete verbracht worden sind, oder um nicht regelmäßig brütende so genannte Vermehrungsgäste. Von den bewerteten 212 Arten konnten 105 Arten (49,5 %) als ungefährdet eingestuft werden. 88 Arten (41,5) wurden verschiedenen Kategorien der Roten Liste sowie weitere 19 Arten (9 %) der Vorwarnliste zugeordnet.

Im Vergleich mit der 2. Fassung der Roten Liste aus dem Jahre 2003 wurden 64 Brutvogelarten(30,2 %) in eine andere Kategorie eingestuft.Die Kategorieänderungenbetrafen 27 Arten mit positiveren Einschätzungen (Beispiele: Gebirgsstelze, Kleines Sumpfhuhn, Uhu, Wanderfalke) und 37 Arten mit negativeren Einschätzungen (Beispiele: Bekassine, Feldlerche, Feldschwirl, Haubenlerche, Waldschnepfe, Wiesenpiper).Bei 137 Arten gab es keine Änderungen der Einstufungen, für 11 Arten konnte die veränderte Einstufung keinem Trend zugeordnet werden. Es muss allerdings darauf hingewiesen werden, dass Vergleiche der Listen aufgrund einer inzwischen weiterentwickelten Methodik grundsätzlich nur mit Einschränkungen vorgenommen werden können.

Die Ursachen für Bestandsveränderungen sind in der Regel komplexer Natur und sie können sowohl in den Brutgebieten, wie auch auf dem Zugbzw. in den Überwinterungsgebieten wirken. „Die Ergebnisse der aktuellen Bewertungen zeigen auf, dass wir bei unseren Bemühungen zum Erhalt und zur Verbesserung der Lebensraumqualitäten innerhalb der Kulturlandschaft nicht nachlassen dürfen. Die von uns geschaffenen Möglichkeiten des kürzlich genehmigten Entwicklungsprogrammes für den ländlichen Raum (EPLR) müssen vor diesem Hintergrund konsequent genutzt werden.“

Die Rote Liste der Brutvögel Mecklenburg-Vorpommerns kann über das Internetangebot des LU sowie auf den Seiten des Landesamtes für Umwelt, Naturschutz und Geologie (LUNG) bestellt oder auch als pdf-Datei direkt abgerufen werden.

Aussender:
Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt
und Verbraucherschutz Mecklenburg-Vorpommern
Pressesprecher
Constantin Marquardt
Tel.: 0385-588 6003
Fax: 0385-588 6022
c.marquardt@lu.mv-regierung.de
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