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Montag, 30. April 2018

Pressefreiheit in Georgien

Fotos für die Pressefreiheit 2018
Redaktion: Reporter ohne Grenzen
PRESSEMITTEILUNG
Berlin/gc. Am 3. Mai 2018, dem Internationalen Tag der Pressefreiheit, stellt Reporter ohne Grenzen in Zusammenarbeit mit dem Studio Я des Maxim Gorki Theaters in einer Diskussionsveranstaltung den neuen Bildband „Fotos für die Pressefreiheit 2018“ vor.


Termin:
Donnerstag, 3. Mai 2018 um 20:30 Uhr
Studio Я des Maxim Gorki Theaters
10117 Berlin, Hinter dem Gießhaus 2

Georgien gilt als Geheimtipp in der Reisebranche. Doch das Land trägt schwer an ungelösten Gebietskonflikten mit Russland. Die preisgekrönte georgische Fotografin Daro Sulakauri besuchte Dörfer in den Grenzgebieten zu den abtrünnigen Regionen Abchasien und Südossetien. Sie dokumentiert die „wandernden Grenzen“ und beschreibt, wie der sich stets verändernde Grenzverlauf das Leben der Menschen prägt. Im Gespräch mit dem Literaturwissenschaftler Dr. Zaal Andronikashvili berichtet Sulakauri vom Alltag tschetschenischer Geflüchteter in den unwirtlichen Bergregionen an der Grenze zu Russland und von Phänomenen wie Kinderhochzeiten, die in manchen Dörfern bis heute verbreitet sind.

PODIUMSGÄSTE:
Daro Sulakauri, Fotografin
Dr. Zaal Andronikashvili, Literaturwissenschaftler
Moderation: Gemma Pörzgen, Vorstandsmitglied Reporter ohne Grenzen

LESUNG:
Ruth Reinecke (Ensemblemitglied, Maxim Gorki Theater)

DARO SULAKAURI geboren 1985, lebt und arbeitet freiberuflich in Tbilissi. Sie studierte Fotografie am International Centre of Photography (ICP) in New York und zuvor an der Georgischen Staatsuniversität in Tbilissi am Institut für Cinematographie. Für ihre Arbeiten wurde sie vielfach ausgezeichnet, darunter 2015 mit dem EU Prize for Journalism für ihre Serie zu Kinderhochzeiten, in der Kategorie Dokumentarfotos. Ihre Bilder erscheinen unter anderem in der New York Times und in den Magazinen National Geographic und Der Spiegel.

Dr. ZAAL ANDRONIKASHVILI, geboren 1973, ist Literaturwissenschaftler und Publizist. Er ist wissenschaftlicher Mitarbeiter im Zentrum für Literatur- und Kulturforschung (Berlin). Er studierte Geschichte und Literaturwissenschaft in Tbilissi und Saarbrücken und promovierte 2005 in Göttingen. Neuste Publikation: Landna(h)me Georgien. Studien zur kulturellen Semantik (gemeinsam mit Emzar Jgerenaia und Franziska Thun-Hohenstein, 2018 im Druck).

GEMMA PÖRZGEN, geboren 1962, studierte in München Politikwissenschaft, Slawistik und Osteuropäische Geschichte. Nach einem Volontariat bei der Frankfurter Rundschau war sie dort als Nachrichtenredakteurin tätig. Von 2001 bis 2004 berichtete Pörzgen als Südosteuropa-Korrespondentin aus Belgrad, danach aus Israel und den Palästinensergebieten. Heute arbeitet sie als freie Journalistin, Moderatorin und Medienberaterin in Berlin. Pörzgen ist Vorstandsmitglied der deutschen Sektion von Reporter ohne Grenzen.

Die Veranstaltung findet auf Deutsch und Englisch (mit Übersetzung ins Deutsche) statt. Zur Deckung der Unkosten wird ein Eintritt von 8 Euro erhoben.


Aussender:
Reporter ohne Grenzen e.V.
Deutsche Sektion von Reporters sans frontières
Friedrichstraße 231
10969 Berlin

Ulrike Gruska
Christoph Dreyer
Anne Renzenbrink
Tel.: 030 609 895 33 55
Fax: 030 202 15 10 29
presse@reporter-ohne-grenzen.de
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