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Montag, 19. November 2018

Die Stärkung als Grundzentrum ist Zukunft

Goldberg will wieder echter Lebensmittelpunkt werden
von Heiko Wruck
BERICHT
Goldberg/gc. Der Stadt Goldberg hat im November 2018 einen positiven Nachtragshaushalt beschlossen. „Durch eine Einnahme aus dem Entschuldungsfonds als Einmaleffekt kommt man auf schwarze Zahlen“, sagt Goldbergs Bürgermeister Peer Grützmacher und erklärt. „Im Finanzplanungszeitraum sind die Haushalte jedoch nicht ausgeglichen.  Die Schlüsselzuweisungen vom Land steigen zwar, werden aber durch den Einwohnerrückgang teils wieder aufgefressen.“ Goldberg zählt aktuell rund 3.600 Einwohner.


Das Museum in Goldberg gehört zu den großen Vorhaben der Stadt. Es wurde 2017/2018 denkmalgerecht und energetisch saniert. „Die Stadtvertretung hat sich für ein neues pädagogisches Gesamtkonzept entschieden“, sagt der Bürgermeister. Das neue Konzept wird von einem Fachbüro erarbeitet und soll bis Mitte 2019 umgesetzt werden. „Das Museum ist eine freiwillige Leistung der Stadt und in der Regel defizitär.“ Es hat eine touristische und eine pädagogische  Bedeutung.

Die Stadt arbeitet in Sachen Wirtschaftsförderung an drei Projekten: der Wohnpark im einstigen NVA-Gelände, die Entwicklung des ehemaligen Stahlbadgeländes zum barrierefreien Wohnen mit angeschlossenem Medizinischen Versorgungszentrum und die wirtschaftliche Betätigung der Kommune auf dem Energiesektor. „Der Ferienhaus-Wohnpark auf dem ehemaligen NVA-Gelände ist ein privates Vorhaben, das durch die Stadt unterstützend begleitet wird. Das Vorhaben Stahlbad ist ein modellhaftes Projekt für die Modellregion Ländeliche Gestaltungsräume im Amt Goldberg-Mildenitz. Und die Betätigung auf dem Energiesektor  betrifft eine Teilhaberschaft der Stadt am Nahwärmenetz, Photovoltaik mit der Wemag-Energiedienste.“

Bei den wirtschaftlichen Vorhaben geht es um drei Aspekte: den Wirtschaftsstandort weiter zu entwickeln, die sogenannten weichen Faktoren zu verbessern und die Einwohnerentwicklung zu stabilisieren. Dabei ist die Daseinsvorsorge ein zentrales Anliegen bei der Entwicklung Goldbergs als Grundzentrum. „Hierzu gehört der Neubau der  Kindertagesstätte mit 24 Krippen- und 45 Kita-Plätzen. Ende dieses Jahres kann der Abriss beginnen. Anfang 2019 werden die Bauleistungen ausgeschrieben“.

Stablisierung lautet das Grundthema für die Modellregion Ländeliche Gestaltungsräume. „Arbeitsplätze sind hier das A und O. Wir in der Stadt, im Amt und in der Verwaltung tun alles, um gute Rahmenbedingungen dafür zu schaffen“, sagt Peer Grützmacher.

Bildunterschrift:
Goldbergs Bürgermeister Peer Grützmacher mit einer Karte der Modellregion Ländliche Gestaltungsräume: Handlungsfelder der Modellregion sind Mobilität/Erreichbarkeit, Nahversorgung, Gesundheit, Bildung, Kitas/Horte, Kultur sowie Kooperation und Gemeinschaft. Foto: Heiko Wruck

Kontakt:
Heiko.Wruck@t-online.de
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