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Montag, 16. März 2020

Die Mühen der Ebene

In Brüsewitz stauen sich die Herausforderungen
von Heiko Wruck
BERICHT
Brüsewitz/gc. Die größte Herausforderung, die die Gemeinde Brüsewitz aktuell zu stemmen hat, ist die umfassende Sanierung der kommunalen Kindertagesstätte. Diese Aufgabe ist zugleich auch die dringlichste in der kommunalen Daseinsvorsorge. Und sie ist die Aufgabe, deren Bewältigung am weitesten entfernt erscheint.


Das Investitionsvolumen für die Kita liegt bei über 4 Millionen Euro. Die Gemeinde könnte 2 Millionen Euro selbst aufbringen, der Rest muss gefördert werden. Die Förderanträge sind alle bereits lange gestellt. Auch sämtliche Vorarbeiten, die die Gemeinde zu leisten hatte, wurden geleistet. Trotzdem wurde Ende des vergangenen Jahres vom Landkreis Nordwestmecklenburg kein grünes Licht für die Umsetzung gegeben. Es gab aber auch keine Ansage, wann mit einer Förderzusage gerechnet werden kann.

„Dieser Zustand ist äußerst unbefriedigend, weil damit niemand planen kann. Es ist nicht klar, ob da in diesem Jahr noch etwas passiert, oder erst im nächsten Jahr, oder noch später. Wir wissen es einfach nicht, hoffen aber, dass es 2021 etwas wird“, sagt der Brüsewitzer Bürgermeister Steffen Meyer.

Vor diesem Hintergrund ist es der Gemeinde Brüsewitz nicht möglich, Gelder bereitzustellen, oder Ausschreibungen zu planen, die teilweise europaweit ausgeschrieben werden müssen. Neben dem größten Brocken, der Kita, stehen auch noch andere Vorhaben auf der Liste.

In Gottmannsförde soll der Weg Zum Rehm zu einer richtigen Straße umgebaut werden. Aber in diesem und im nächsten Jahr wird das wahrscheinlich noch nichts. In Groß Brütz stehen ebenfalls Straßenbauarbeiten für Zum Brützer Bauern an. Die Planungen dafür sind fast durch. Doch auch dieses Vorhaben ist von Fördergeldern abhängig.


Ein weiteres Problem ist die Straße der DSF (Kreisstraße 28) in Brüsewitz. „Unsere Häuser wackeln“ teilen die Anlieger mit. aber nichts passiert. Der Landkreis Nordwestmecklenburg hält den Straßenzustand für hinnehmbar und tut nichts. „Wenn man dort in einem Anliegerhaus sitzt und ein schwerer Lkw durchfährt, kann man sehen, wie eine auf dem Wohnzimmertisch abgelegte Brille zu wandern beginnt. So stark sind die Erschütterungen“, sagt Bürgermeister Meyer.

Bildunterschrift 1:
Steffen Meyer ist seit 2018 Brüsewitzer Bürgermeister. Seit 15 Jahren ist er als Gemeindevertreter tätig, 10 Jahre davon war er Stellvertreter des Bürgermeisters: „Es macht immer noch Spaß.“ Foto: Heiko Wruck

Bildunterschrift 2:
Seit Jahren verweigert der Landkreis Nordwestmecklenburg den Anliegern der Straße der DSF in Brüsewitz eine Lösung, die ihre Häuser beim Verkehr von Großfahrzeugen nicht mehr erschüttert. Foto: Heiko Wruck

Kontakt:
Heiko.Wruck@t-online.de
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