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Samstag, 14. März 2020

Sie wollen Gesicht zeigen

Auf dem Marienplatz demonstriert die Zivilgesellschaft
von Heiko Wruck
BERICHT
Schwerin/gc. Jeden Mittwoch fordern sie Freiheit für Julian Assange: von 18 bis 19 Uhr auf dem Schweriner Marienplatz, Ecke Helenenstraße. Mit ihrem Engagement für Julian Assange treten die Mitglieder der Schweriner Ortsgruppe  Aufstehen (www.aufstehen-mv.org/aufstehen-schwerin) für Pressefreiheit und Menschenrechte ein.


Ihnen ist wichtg, dass Julian Assange, der Gründer von WikiLeaks, der eine große Anzahl authentischer Geheimdokumente über Kriegsverbrechen der US-Streitkräfte in Afghanistan und im Irak veröffentlicht hat, nicht aus dem Blick der Öffentlichkeit verschwindet. Sie demonstrieren dafür, dass Assange in Freiheit kommt und seine Verfolgung durch staatliche Behörden eingestellt wird. Die Demonstranten wollen, dass die Pressefreiheit international sowie in Deutschland nachhaltig gestärkt wird und die Menschenrechte wieder Grundlage europäischer Politik werden. Dazu laden sie alle an Freiheit und Menschenrechten Interessierten ein, sich mittwochs auf dem Schweriner Marienplatz gemeinsam mit ihnen zu versammeln.

Besonders wichtig ist ihnen dieses Anliegen auch vor einem ganz besonderen historischen Hintergrund. Am 13. März 2020 jährte sich zum 100. Mal der Tag des sogenannten Kapp-Putsches. Am 13. März 1920 hatten völkisch-reaktionäre Nationalisten ihren ersten Schlag gegen die demokratische Regierung der Weimarer Republik geführt. 13 Jahre später brach der Nationalsozialismus über Deutschland herein.

In ihrem Protest gegen die weitere Anheizung militärischer Eskalationen gegenüber Russland, wie sie zurzeit mit der NATO-Übung „Defender 2020“ auch auf deutschem Boden stattfindet, finden sie Verbündete im Schweriner Friedensbündnis (www.schweriner-friedensbuendnis.de). Im 2017 gegründeten Schweriner Friedensbündnis sind nach eigenen Angaben zahlreiche Einzelpersonen, Gruppen, Vereine und Parteien versammelt, die die Zivilgesellschaft in der Pflicht sehen, eine starke Friedensbewegung auf die Beine zu stellen.

Dafür haben sie den 11. April 2020 im Blick. Sie wollen um 10 Uhr auf dem Schweriner Grunthalplatz einen Ostermarsch 2020 beginnen und sich gegen die wachsende Kriegsgefahr sowie für Abrüstung und vieles mehr einsetzen.

Bildunterschrift:
Christian Schaal und Ulrich Leonhardt, beide Sprecher der Schweriner Ortsgruppe Aufstehen; sowie Heinz Schmidt, Sprecher des Schweriner Friedensbündnisses. Foto: Heiko Wruck

Kontakt:
Heiko.Wruck@t-online.de
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