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Sonntag, 18. Oktober 2020

Beherbergungsverbot ist ein Albtraum

MV hofft auf Praxistauglichkeit
von Heiko Wruck
BERICHT
Schwerin/gc.
Werden noch einmal Touristen davon abgehalten, sich mit Übernachtungen in Mecklenburg-Vorpommern aufhalten zu dürfen, beziehungsweise überhaupt in das Land einreisen zu dürfen, so würde dies schwere Verwerfungen in der Gastro- und Beherbergungswirtschaft nach sich ziehen.

Diese Befürchtung macht derzeit in Restaurants, Hotels, Pensionen und auf Campingplätzen die Runde. Eine zweite Abriegelung würden viele Unternehmen nur schwer verkraften.

Andererseits argumentiert Landeschefin Manuela Schwesig, dass das Land bundesweit die gericgsten Infektionszahlen habe, obwohl es mehr als dreimal so viele Gäste beherbergt habe wie es Einwohner hat. Das zeige, dass man auf dem richtigen Weg sei. Die Wirtschaft hält dagegen, dass mehr Augenmaß, mehr Praxistauglichkeit und vor allem mehr Verhältnismäßigkeit die politischen Entscheidungen im Umgang mit der Corona-Pandiemie bestimmen sollten.

Den Wirtschaftsvertretern geht es hierbei um nachvollziehbare Regularien, um eine breite Akzeptanz in der Bevölkerung und der Branche zu erreichen. „Dazu gehören die stetige Anpassung der Schutzstandards, Hygienekonzepte und Notfallpläne, die Aufklärungsarbeit und Kommunikation in die Branche und gegenüber den Gästen, die Absicherung der Nachverfolgbarkeit und Eindämmung eventuell lokal auftretender Infektionsketten sowie die weiterhin enge und vertrauensvolle Abstimmung mit den politischen Verantwortungsträgern“, heißt es in einer gemeinsamen Mitteilung des Tourismusverbands Mecklenburg-Vorpommern e. V., der DEHOGA Mecklenburg-Vorpommern e. V., des Bäderverband Mecklenburg-Vorpommern e. V., des Landesverbandes MV des Bundesverbandes der Campingwirtschaft in Deutschland e. V. und des Landurlaub e. V.

Tausende Menschen direkt oder im Umfeld der Touristen-, Gastro- und Beherbergungsbranche in Mecklenburg-Vorpommern beschäftigt. Ein zweiter Lockdown wäre für viele existenzgefährend. Das wäre ein Albtraum, den es unbedingt zu verhindern gelte, sind sich die Wirtschaftsvertreter einig.

Bildunterschrift:
Ein zweiter Lockdown: Albtraum für Mecklenburg-Vorpommerns Tourismuswirtschaft. Foto: Heiko Wruck

Kontakt:
Heiko.Wruck@t-online.de
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